8 Tipps, wie Sie bei der Wohnungsbesichtigung überzeugen + Extra-Tipp

Wohnungsbesichtigungen gleichen heute häufig dem Vorstellungsgespräch in einem der gefragtesten Unternehmen der Region. Die Begegnung mit 20, 30 oder mehr Bewerbern ist bei Besichtigungen keine Seltenheit. Da gilt es, sich aus der Masse hervorzuheben und rundum einen guten und bleibenden Eindruck beim Vermieter oder Makler zu hinterlassen.
Mit Berücksichtigung der 10 folgenden Tipps sind Sie der Konkurrenz einen großen Schritt voraus und die Chancen auf den Zuspruch für die Traumwohnung steigen enorm.

Unsere 8 Tipps + Extra-Tipp

  1. Vor der Besichtigung
  2. Der berühmte erste Eindruck zählt
  3. Treten Sie natürlich und selbstbewusst auf
  4. Vollständige Unterlagen mitbringen
  5. Richtige Fragen stellen, richtige Antworten geben
  6. Argumente, die den Vermieter überzeugen
  7. Bekleiden Sie ein Ehrenamt?
  8. Nie bei der Mietkaution handeln
  9. Extra-Tipp

1. Der erste Kontakt

Handelt es sich nicht um einen öffentlichen Besichtigungstermin und Sie nehmen vor der Besichtigung Kontakt zum Vermieter auf, gehen Sie zielstrebig voran. Stellen Sie erste Fragen zur Wohnung und sagen Sie deutlich Ihren Namen, sodass der Vermieter sich bei der weiteren Besichtigung leichter an Sie erinnert. Machen Sie sich selbst ein paar Notizen, insbesondere, wenn Sie mehrere Vermieter kontaktieren. So vermeiden Sie Verwechslungen bei späteren Terminen.

2. Der erste Eindruck zählt

Seien Sie pünktlich! Unpünktlichkeit deutet nicht nur auf Unzuverlässigkeit hin, sondern wird oft auch als unhöflich empfunden. Achten Sie zudem auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und treten Sie höflich auf. Der erste Eindruck bestimmt oft darüber, wer als Mieter in die engere Auswahl kommt. Suchen Sie aktiv das Gespräch mit dem Vermieter oder Makler.

3. Authentizität und Selbstbewusstsein

Bleiben Sie bei einem Gespräch locker und natürlich. Vermeiden Sie übertriebene Selbstdarstellung oder lockere Sprüche um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ein ehrliches und unbefangenes Gespräch, in Verbindung mit den richtigen Fragen, sorgt für eine angenehme Atmosphäre und Sie erhalten gleichzeitig wichtige Informationen zur Wohnung.

4. Vollständige Unterlagen

Wie bereits im Artikel zur „Wohnungsbewerbung: Strategie und Bewerbungsmappe“ angeführt, sind vollständige Unterlagen heute unerlässlich. Weder Vermieter noch Makler haben die Zeit oder ein Interesse daran, den Bewerbern hinterherzulaufen um alle Unterlagen zu erhalten. Legen Sie also Ihre vollständige Bewerbungsmappe bereit.

Link zum „Wohnungsbewerbung: Strategie und Bewerbungsmappe“ Artikel

5. Die richtigen Fragen und die passenden Antworten

Mit den richtigen Fragen beeindrucken Sie den Vermieter nicht nur, sondern bleiben auch besser in Erinnerung. Erkundigen Sie sich nach der Ausstattung, den Nebenkosten, der näheren Umgebung, eventuell anfallenden Renovierungsarbeiten und der Nachbarschaft. Bereiten Sie sich darauf vor, dass auch der Vermieter einige Fragen an Sie haben könnte. In erster Linie wird er sich nach Ihrer finanziellen und familiären Situation erkundigen. Antworten Sie ehrlich, denn spätestens bei Durchsicht Ihrer Unterlagen wird der Vermieter die tatsächlichen Verhältnisse erfahren. Allerdings dürfen Sie Fragen zum Privatleben, wie Kinderwunsch, Musikgeschmack oder der politischen Einstellung gern auch geschickt ausweichen.

6. Mit den richtigen Argumenten punkten

Es stimmt Vermieter und Makler oft positiv, wenn sich recht bald ein Interessent tatsächlich als möglicher Mieter herausstellt. Passt die Wohnung also wirklich zu Ihnen, machen Sie dies deutlich. Entspricht der nahe gelegene Park Ihren sportlichen Ansprüchen – sagen Sie das gern. Fallen Renovierungsarbeiten an und Sie können diese allein durchführen, bieten Sie dies an. Handwerklich begabte Mieter sind gefragt und ganz nebenbei können Sie eventuell eine Monatsmiete sparen.

7. Gehen Sie einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach?

Hinterlegen Sie diese Information immer und unbedingt in Ihrer Bewerbungsmappe. Bietet das Gespräch die Gelegenheit, diese Info mit einfließen zu lassen, scheuen Sie sich nicht, ihr Ehrenamt zu erwähnen. Nicht nur bei der Vergabe freier Stellen in der Berufswelt werden Bewerber mit einem Ehrenamt gern gesehen, auch bei der Wohnungssuche dürfen Sie ruhig Ihre beste Seite zeigen. Ein Ehrenamt zeugt von Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Engagement und wird von Ihrem Gegenüber unbewusst auf andere Lebensbereiche projiziert.

8. Handeln bei der Mietkaution – ein TABU!

Ist dieses Thema auch erst nach Zusage anzugehen, sollten Sie in keinem Fall über die Höhe der Mietkaution verhandeln. Die Mietkaution dient dem Vermieter als wichtige Sicherheit und kann heute auch oft über eine Mietkautionsbürgschaft geregelt werden. Die Verhandlung über die Mietkaution könnte den Eindruck erwecken, dass Sie nicht solvent sind, daher gilt die Verhandlung als absolutes Tabu.

Extra-Tipp:

Bleiben Sie auch nach der Besichtigung entschlossen, wenn es sich tatsächlich um die für Sie perfekte Wohnung handelt. Nehmen Sie den Telefonhörer ein paar Tage nach der Besichtigung in die Hand und erkundigen Sie sich beim Vermieter, ob bereits eine Entscheidung getroffen wurde.
Versuchen Sie sich zudem in die Lage des Vermieters zu versetzen. Führen Sie sich immer wieder vor Augen, was für einen Vermieter wirklich wichtig ist – Pünktliche Zahlung, der Umgang mit Fremdeigentum, passt der Mieter in die Nachbarschaft… Machen Sie deutlich, dass Sie all diese Kriterien erfüllen und der perfekte Mieter sind.